Was macht man, wenn der nächste Urlaub in weiter Ferne liegt oder  man draußen nichts unternehmen kann? 5 Tipps wie man die freie Zeit produktiv nutzen kann.

 

Tipp 1 – Fotos vom letzten Urlaub (aus-)sortieren

 

Von meinem letzten Roadtrip entlang der US-amerikanischen Ostküste bin ich mit etwas mehr als 2000 Fotos zurückgekehrt. Einige waren Schnappschüsse, hinter denen lustige Geschichten stecken. Mehrere 100 waren diverse Bauwerke aufgenommen aus vielen unterschiedlichen Winkeln. Andere Bilder waren schlecht belichtet oder verschwommen. Zu viele Fotos also mit denen man nichts anfangen konnte. Für mich machte es also sehr viel Sinn die unbrauchbaren Fotos auszusortieren. Nach dem ich das gemacht hatte, blieben weniger als 500 Bilder zum Bearbeiten übrig – ein Viertel von den 2000.

So gehe ich beim Aussortieren vor:

Ich fotografiere immer im RAW-Modus. Meine Kamera hat zwei Slots für SD-Karten, so dass ich auf der zweiten immer Fotos im JPEG-Format sichern kann. Als Backup sollte mal etwas mit der ersten SD-Karte sein.

Zu Hause werden die Dateien von beiden Speicherkarten erst einmal auf einer externen Festplatte gesichert.

Danach lade ich die RAW-Daten in mein Fotobearbeitungsprogramm.

Schritt 1 beim Aussortieren: Verschwommene Bilder löschen

Schritt 2 beim Aussortieren: Inhaltslose Bilder löschen           Inhaltslose Bilder passieren (fast) jedem. Oder ist es dir noch nicht passiert, dass du beim Verstauen der Kamera auf den Auslöser gekommen bist und dabei den Fußboden fotografiert hast?

Schritt 3 beim Aussortieren: Bilder, die mir nicht gefallen löschen

Schritt beim Aussortieren: neuen Ordner anlegen und Bilder reinkopieren, die man bei einem Familienabend zeigen würde Wichtig dabei ist den Betrachter mit dem x-ten ähnlichen Landschaftsbild von Island nicht zu langweilen. Aus eigener Erfahrung weiß ich wie atemberaubend Island ist, aber für jemanden der nicht da war und die Landschaften nicht mit eigenen Augen gesehen hat wird so etwas schnell zum Kampf gegen die eigene Müdigkeit.

Schritt 4 beim Aussortieren: behalte nur die Bilder, auf deren Bearbeitung du dich freust                                                         

Nach Schritt 4 sind meist noch mehr als die Hälfte der Bilder übrig. Deshalb gilt: sei kritisch und ehrlich zu dir selbst! Wenn ich sehe, dass ich mehr als 600 Bilder bearbeiten soll von denen manche nur noch in dem Ordner sind, weil sie nicht schlecht aber auch nicht „wow“ sind, dann habe ich meist keine Lust mehr zum bearbeiten und schiebe das weit weg.

Ein Beispiel für ein Bild mit lustiger Hintergrundgeschichte, dazu noch etwas unscharf.

Tipp 2 – lerne Fotos zu bearbeiten

 

Gerade wenn man auf Social-Media-Kanälen aktiv ist, merkt man schnell, dass die Veröffentlichung von unbearbeiteten Fotos nur eine geringe Resonanz erzeugt. Was liegt da näher als sich mit einem Fotobearbeitungsprogramm zu beschäftigen und das Beste aus seinen Bildern herauszuholen?

Wichtig dabei ist zu akzeptieren, dass nicht jedes Programm für jeden gleichermaßen geeignet ist. Nur weil viele Tutorials und Empfehlungen für z.B. Photoshop oder Lightroom existieren, heißt das noch lange nicht, dass Programme mit einer Vielzahl von Bearbeitungsmöglichkeiten etwas für dich sind.

Mein Tipp: Such dir zu erst ein kostenloses Programm und schau welche Möglichkeiten der Bearbeitung dir geboten werden. Wenn du einige Erfahrungen gesammelt hast und weißt welcher Regler welchen Effekt auf das Foto haben, kannst du dich immer noch nach einem Programm mit mehr Möglichkeiten umsehen.

Um Programme kennenzulernen bieten viele Firmen kostenlose Probeversion an. Perfekt um herauszufinden ob das Programm mit deiner Arbeitsweise kompatibel ist. Bist du schon weiter beim Fotobearbeiten schau dir die vielen Tutorials an um neue Schritte zu lernen.

Noch ein Tipp: Mittlerweile bearbeite ich meine Fotos direkt auf dem Smartphone mit Snapseed. Das Programm ist kostenlos, hat viele Bearbeitungsmöglichkeiten und ist immer und überall dabei.

vor der Bearbeitung

nach der Bearbeitung mit Snappseed

Tipp 3 – lerne eine neue Technik

 

Wer mir auf Instagram folgt, der weiß, dass ich Landschaftaufnahmen liebe. Menschen auf Fotos dagegen nicht, weil ich einfach nie gelernt habe Anweisungen zu geben wie sich jemand vor der Kamera bewegen soll.

Nun kam es aber so, dass wir aufgrund von SARS-CoV 2 die Wohnung nicht verlassen dürfen, mein Freund aber neue Bewerbungsfotos haben wollte. Kann ich ja machen, sagte er. Ich kann ja gut fotografieren, sagte er.

Also las ich einige Tutorials für Portraitfotografie, suchte mein Equipment zusammen und bat ihn um ganz viel Geduld. Nach etwa einer Stunde probieren, hatten wir ein paar gute Fotos auf der Karte. Natürlich gibt es noch Verbesserungsmöglichkeiten, aber dafür, dass ich kein professionelles Zubehör habe, können sich die Fotos glatt sehen lassen.

Als Anfänger was Portraits angeht habe ich mich an diese Anleitung gehalten:

Wie du auch ohne Fotostudio professionelle Studio Porträts fotografierst

Mein Ergebnis:

erster Versuch Portraitfotografie

 

Ebenso hatte ich die Chance den Venustransit durch die Plejaden zu fotografieren, nicht das ich jemals groß Astrofotografie gemacht habe. Aber für den ersten Versuch bin ich zufrieden.

Mir hat diese Anleitung sehr gut geholfen:

https://stephan-forstmann.de/nachts-fotografieren-tipps/

 

erster Versuch Astrofotografie

Tipp 4 – plane den nächsten Ausflug oder Urlaub

 

Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Gibt es schon ein Reiseziel, dass du dir ins Auge gefasst hast? Wenn ja, da fang doch schon an eine Auflistung zu machen was für diese Reise wichtig ist. Hilfreiche Fragen dabei könnten sein:

  • Ist ein Visum erforderlich?
  • Gibt es eine Budgetgrenze?
  • Flug? Mietwagen? Caravan? Zelt?
  • Roadtrip oder Strandurlaub oder Städtetrip?

Hast du noch keine Idee wo es hingehen soll, dann lass dich von Reisebloggern inspirieren. Geh in das nächste Reisebüro und lass dich beraten. Rede mit Freunden, Familie und den Reisebegleitern. Irgendwas Schönes wird sich sicherlich finden auch wenn man nicht viel Geld ausgeben will.

Meine Planung sieht momentan so aus:

Ob sich das im September wegen SARS-CoV 2 verwirklichen lässt weiß noch niemand. Aber Hoffnung stirbt zuletzt!

 

Tipp 5 – Filme und Serien

 

Wenn nichts mehr geht, kann man immer noch durch Serien und Filme verreisen. „Into the wild“ von Sean Penn oder „Der große Tripp“ mit Reese Witherspoon. „Eat Pray Love“ mit Julia Roberts. Es gibt viele tolle Filme und Serien (aktuell bei mir „Outer Banks“ auf Netflix, aber nur weil ich selbst schon mal über die Outer Banks gefahren bin!) die Lust auf Reisen machen.

Bestimmt ist auch etwas für dich dabei wenn die Sehnsucht nach einer Reise groß ist.

Ansonsten heißt es durchhalten, die nächste Reise kommt bestimmt.