Dublin ist die Hauptstadt der grünen Insel Irland. Mit unzähligen urigen Pubs und den geselligen Einwohnern erobert sie die Herzen der Touristen im Sturm. Ein Städtetrip dorthin verbindet Schönheit, Mentalität und Geschichte des Landes mit den Sagen von Kobolden, Feen und anderen Helden, welche wir uns gerne bei einem guten Guinness und Live Musik erzählen lassen.

In meinem Reiseführer erzähle ich dir von 6 Orten, die für mich zu einem Städtetrip nach Dublin dazugehören und dir den Zauber des Landes und deren liebevollen Ecken und Eindrücke näher bringen.

Howth

Die Stadt Howth befindet sich auf der, Dublin vorgelagerten, Halbinsel Howth Head und ist ganz bequem von Dublin’s Stadtzentrum aus mit dem DART zu erreichen. Früher ein kleines Fischerdorf, hat sie sich zum Zweitwohnsitz der besserverdienenden Dubliner etabliert, die dort Ruhe vor der Hektik in der Stadt suchen.

Am Hafen angekommen ist der Howth Lighthouse mit seiner roten Tür meist der erste Anlaufpunkt vieler Besucher. Von dort aus kann man wunderbar das Treiben der Fischer im Hafen beobachten, die ihren Fang direkt an die Fischhändler und Restaurants vor Ort verkaufen.

Städtetrip nach Dublin

Howth Lighthouse

Städtetrip nach Dublin

Blick auf Howth

Wenn man etwas mehr Zeit in Howth verbringen möchte, bieten sich die verschiedenen Wanderwege im Osten der Halbinsel an. Diese schlängeln sich fast ununterbrochen an der Küste entlang und bieten zahlreiche Aussichtspunkte auf die umliegende Landschaft. Informationstafeln über den Cliff Walk gibt es sowohl an den am nördlichen als auch am südlichen Ende gelegenen Parkmöglichkeiten.

Tipp: Die Endhaltestelle des DART befindet sich direkt am Hafen. Wenn man nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in den Vorort von Dublin reisen möchte, findet man am Hafen aber auch viele kostenlose Parkplätze.

geführte Walking Tour

Bei meinem ersten Städtetrip nach Dublin, verbrachten wir am Ende eines Roadtrips drei Tage in dieser Stadt. Um dabei eine erste Übersicht zu bekommen und möglichst wenig zu Fuß zu erkunden, haben wir uns eine Stadtbesichtigung in einen Doppeldeckerbus gebucht. In dem Busticket enthalten war eine Karte für eine kostenlose Walking Tour, die uns etwa zwei Stunden durch die Altstadt führte. Die Geschichte Dublins wurde für uns auf diese Weise mit Hintergrundfakten lebendig gemacht und man hat Bereiche der Stadt gesehen, an denen man vorbei gelaufen wäre ohne sie zu beachten.

Temple Bar

Ein Städtetrip nach Dublin ohne Besuch des Stadtbezirk Temple Bar? Unvorstellbar! Ja, an diesen Ort verirren sich sehr viele Touristen hin. Aber die vielen Restaurants, Bars, kleinen Läden links und rechts des Fußweges sorgen dafür, dass dieser Bereich seinen unvergleichlichen Charme nie verlieren wird. Egal ob man nun durch diesen Bereich flaniert oder sich zu Livemusik ein Bier in einem der gut gefüllten Pubs gönnt, man kann Stunden in diesem Stadtteil verbringen und das Flair aufsaugen.

Trinity College

Auch das Trinity College ist für viele Touristen ein magischer Anziehungspunkt – tatsächlich zu Recht! Das weitläufige Gelände bietet eine gute Mischung aus toller Architektur und Grünanlagen, die zum Verweilen einladen.

Herz der Universität ist unumstritten das Book of Kells, dass sich in der Bibliothek des Trinity College befindet. Eine Besichtigung der illustrierten Handschrift sollte man zeitlich gut vorausplanen, denn die Warteschlangen sind zu fast allen Zeiten sehr lang. Auch der lange Raum der Bibliothek, der sich im selben Gebäude befindet wie das Book of Kells, fasziniert den Besucher mit seiner urigen und filmreifen Atmosphäre.

Wer Interesse an Kultur hat, dem sei das Samuel-Beckett-Theater auf dem Campus ans Herz gelegt. Dort präsentieren Studenten der bildenden Künste die Stücke, an denen sie gerade arbeiten. Die aktuell aufgeführten Theaterstücke werden auf der Homepage der Universität bekanntgegeben.

Städtetrip nach Dublin

Trinity College

Irish Whiskey Museum

Irland ohne Whiskey ist nicht Irland. Wer sich für die Herstellung und die Geschichte von Hochprozentigem interessiert, ist im Irish Whiskey Museum schräg gegenüber dem Haupteingang zum Trinity College gut aufgehoben. Während der 90-minütigen Tour bekommt man viele Informationen rund um die Herstellung und die Geschichte des (irischen) Whiskey. Eine Verkostung am Ende der Tour rundet den Besuch ab. Das Museum ist auf Grund seiner zentralen Lage eine gute Alternative zu den über die ganze Stadt verteilten Destillen. Denn diese sind teils schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbaren.

Guinness Brauerei

Ein Pint Guinness muss man einmal in Irland getrunken haben. Ob man die Guinness Brauerei dafür unbedingt besuchen muss ist jedem selbst überlassen. In den letzten Jahren hat sich die Brauerei zunehmend den Ansprüchen der Touristen angepasst. Vor 10 Jahren, bei meinem ersten Städtetrip nach Dublin, ging es tatsächlich mehr um die Kunst des Bierbrauens. Man konnte das gebraute Bier in den verschiedenen Stadien der Herstellung probieren, bevor man in der 360° Bar ein Pint fertig gebrautes Guinness mit Blick über Dublin und die Wicklow Mountains genießen konnte.

Heute ist alles sehr kommerziell aufgezogen. Es geht mehr um das Guinness Buch der Rekorde als um Bier und die Geschichte von Arthur Guinness. Auch der Ausblick und das Pint in der 360° Bar entschädigen nicht mehr für den extrem hohen Eintrittspreis. Leider ist die Brauerei auch noch schlecht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Von der nächstgelegenen Bushaltestelle, muss man noch einmal 20 Minuten laufen, bis man angekommen ist. Auch der Eintrittspreis ist deutlich nach oben gegangen, 2009 haben wir 12€ bezahlt. Mittlerweile liegt er bei 20€. Mit dem Geld kann man einen Abend an einer Bar in Temple Bar finanzieren.

Mit diesen Tipps kann bei deinem Urlaub nichts mehr schief gehen. Viel Spaß beim Entdecken von Dublin und lass mir gern deine Tipps für die Stadt in den Kommentaren da! Mein nächster Besuch kommt bestimmt.