36 Stunden in Miami, Florida

Bei einer Aufenthaltszeit von 36 Stunden in einer Großstadt wie Miami, kann man sich nicht alles ansehen was diese Metropole zu bieten hat. Die zweitgrößte Stadt Floridas ist vor allem bekannt für ihre Stränden, das kubanischem Flair und vielen Wolkenkratzern. Auch wir wollten einige Eindrücke davon mit nach Hause nehmen, also versuchten wir das Maximum aus den 36 Stunden in Miami herauszuholen.

Anreise nach Miami

Miami ist, aufgrund des internationalen Flughafens, ein idealer Ausgangspunkt für unseren Roadtrip entlang der Ostküste der USA von Key West bis nach New York. Nach einem 13 stündigen Flug landeten wir gegen 16 Uhr auf dem Flughafen Miami International Airport. Mit Hilfe eines Live Flugüberwachungsmodul hatte ich im Vorfeld die Sitze gewählt mit denen wir bei der Landung einen tollen Blick auf die Küste von Florida und auch Miami haben könnten. Immer vorausgesetzt das Wetter spielt mit.

Und wie es das hat! Ab den Bahamas hatten wir eine tolle Sicht auf die Welt unter uns.

Sicht auf die Bahamas aus dem Flugzeug mit Eiskristallen am Fenster
Blick auf die Venetian Islands von Miami

Downtown Miami

Den ersten Teil der 36 Stunden in Miami verbrachten wir in Downtown. Auch bekannt als betriebsames Einkaufviertel, dem Spielort der Miami Heat und dem Zugang zu den Fährterminals. Von weitem bietet dieser Teil Miamis eine beeindruckende Skyline und mit dem Kanal zwischen dem Festland und den vorgelagerten Inseln einen tollen Weg diese vom Wasser aus zusehen.

Im Vorfeld zu unserem Urlaub hatten wir uns für ein Hotel in Miami Downtown in der Nähe des Flughafens entschieden, damit die zurück zulegende Strecke nach dem langen Flug möglichst kurz war. Trotz einiger Stunden Schlaf im Flugzeug und der Euphorie, die man hat, wenn man in den Urlaub fliegt, waren wir doch ganz schön kaputt.

Im Flugzeug hatten wir uns bereits unsere Abendplanung zurechtgelegt. Wir wollten das pulsierende Leben in der Calle Ocho in Little Havanna hautnah erleben. Unser Hotel lag ganz in der Nähe, so dass wir uns während der Hinfahrt zur Unterkunft schon mal einen Überblick über Little Havanna verschaffen konnten. Tagsüber ist dieser Bereich von Miami sehr ruhig und eignet sich eher zum Sightseeing als zum Erleben des kubanischen Lebensgefühls, denn die Straßen sind bis zur Feierabendzeit wie ausgestorben. Erst ab 18 Uhr beginnt das Leben in diesem Teil der Stadt.

Nach der Ankunft im Hotel übermannte uns die Müdigkeit allerdings so sehr, dass wir uns ein Restaurant in unmittelbarer Nähe zum Hotel suchten und Little Havanna aus dem Abendprogramm strichen.

Da ich bereits Bekanntschaft mit Jetlag gemacht hatte, motivierte ich meine Begleitung dazu uns nach dem Essen noch etwas zu bewegen, damit unsere Nacht nicht um 3 Uhr morgens endete. Unser Fußweg führte uns zum Point View in Brickell von dem aus wir den nächtlichen Blick Richtung Dodge Island genossen und den ersten Abend unseres Urlaubes ausklingen ließen.

Blick auf die Skyline von Miami Downtown zum Sonnenaufgang

Key Biscanye

Key Biscayne gehört nicht wie der Name vermuten lässt zu den Florida Keys. Sie ist eine eigenständige vorgelagerte Insel, die man über den Rickenbecker Highway vom Festland aus erreichen kann. Auf der Insel befinden sich zwei Parks – Crandon Park und Bill Baggs Cape Florida State Park – sowie die Stadt Key Biscayne.

Auf dem Rückweg von den Florida Keys hatten wir einen zweiten Aufenthalt in Miami geplant. Bevor wir Miami Beach erreichten, machten wir einen kurzen Abstecher nach Key Biscayne. Denn im Bill Baggs Cape Florida State Park gibt es einen Leuchtturm, den ich fotografieren wollte.

Bereits auf dem Weg Richtung Zufahrt nach Key Biscayne zogen tief graue Wolken über das Gebiet von Miami. Sie regneten sich über Downtown und South Beach ab, verschonten uns und sorgten auf den Fotos für eine tolle Atmosphäre.

Cape Florida Lighthouse, Bill Braggs Cape Florida State Park

Miami Beach – Teil 1

Miami Beach ist eine eigenständige Stadt, die sich auf einer vorgelagerten Insel befindet und durch 5 Brücken mit dem Festland verbunden ist. Berühmt berüchtigt für ihre kilometerlangen Sandstrände, den durchtrainierten schönen Menschen und dem Nachtleben am Ocean Drive. Etwas das wir uns bei unserem Aufenthalt von 36 Stunden in Miami nicht entgehen lassen wollten.

Für den zweiten Stopp suchten wir uns ein Hotel im Süden von Miami Beach und fuhren über den MacArthur Causeway auf die Insel. Maut?!

Die dunklen Wolken hatten sich noch nicht gänzlich aus dem Gebiet von Miami verzogen. Deswegen entschieden wir uns für einen kurzen Spaziergang in der näheren Umgebung unseres Hotels, damit wir jederzeit dem Regen entfliehen konnten.

Skyline von Miami Downtown

Unsere Entdeckungstour begann am South Pointe Park Pier. Von wo aus man einen tollen Blick auf die Skyline von Miami und den angrenzenden Strand hat. Für Fotos von der Skyline und Sonnenuntergangsbilder ist dieser Pier ideal. Allerdings bietet er wenig schattige Plätze in der floridianischen Sonne.

South Pointe Pier

Wir liefen an der Strandpromenade Richtung Norden und ließen Miami South Beach auf uns wirken, bevor wir zum Abendessen in ein Restaurant einkehrten.

Während unser Hauptgang serviert wurde, wurde es hektisch bei den Bediensteten im Lokal. Alle rannten raus auf die Straße. Es hatte zuvor geregnet, die Straßen waren nass und wir dachten, dass es vielleicht einen Unfall gegeben hatte. Erst als wir uns Richtung Ausgang des Restaurants drehten, sahen wir den Grund für das Verhalten der Kellner. Während meine Begleitung ruhig weiter aß, nahm ich meine Kamera und rannte hinterher. Denn der Grund für das Verhalten der Bediensteten war der Sonnenuntergang. Der Schönste, den wir in diesem Urlaub sehen sollten.

floridian sunset

Miami Beach – Teil 2

Bei unseren Recherchen vor der Reise nach Miami hatten wir von der Möglichkeit gelesen, Miami Beach kostenlos zu erkunden. Mit den Miami Beach Trolleys sollte die Erkundung des zweiten Teil unserer 36 Stunden in Miami weitergehen. Diese Busse verkehren in 4 verschiedenen Routen und decken die gesamte Insel ab, auf der sich Miami Beach befindet. Zu erkennen sind die Haltestellen an den großen blauen Schildern auf denen die Busrouten farblich markiert sind. Leider sind die Wagen was die Regelmäßigkeit und Pünktlichkeit angeht nicht wirklich zuverlässig, so dass wir dazu gezwungen waren ein großes Stück zu Fuß zu gehen.

Von der Haltestelle Lincoln Road startend, erkundeten wir ohne Anstrengung die Sehenswürdigkeiten bis zur 43 Street. Dazu wählten wir die Wagen des Middle Beach Loop und so fuhren wir von South Beach bis nach Middle Beach. Für den Weg zurück entschieden wir uns zu einem Strandspaziergang, denn so kann man die bunten Rettungsschwimmerhäuschen am besten entdecken.

Nach einer kurzen Erfrischung im Hotel flanierten wir entlang des berühmten Ocean Drive und hielten immer mal wieder inne um das bunte Treiben entlang der Straßen zu beobachten.

Viele Bars und Restaurants beschäftigen Promoter, die zahlende Kundschaft anlocken. Auch wir wollten mit einem Cocktail in der Hand das Treiben am Ocean Drive weiter beobachten. Und so entschlossen wir uns in eine Lokalität einzukehren. Wir entschieden uns für ein sehr volles Restaurant mir Bar. Als wir einen Blick auf die Cocktailkarte warfen, mussten wir schlucken angesichts der vorherrschenden Preise. Für einen Jumbococktail von etwa 1l sollte man $50 bezahlen und auch die Preise für etwas zu Essen waren uns zu hoch. Wir verließen das Lokal unauffällig und begaben uns in einen nahegelegenen Supermarkt. Dort besorgten wir uns was zu trinken und setzten uns in den Lumus Park.

Gegessen haben wir schließlich abseits des Ocean Drive in einem kleinen Diner. Nach dem Essen sind wir allerdings zurück zum Ocean Drive gelaufen um die nächtliche Atmosphäre vor unserer Weiterreise noch einmal einzusaugen.

Kostenaufstellung

Gesamtkosten für den Tag: ~ $593 für zwei Personen (parken & Steuer: $63,70, Hotel: ~$246, Verpflegung: $275, Eintritt in Nationalpark: $8 pro Auto)
zu Fuß zurück gelegte Wegstrecke : ~ 13,2 km

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