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Island Tipps für deine Reisevorbereitung

25. März 2021
Island Tipps

Island – die Insel aus Feuer und Eis, mit traumhaften schwarzen Sandstränden, aktiven Vulkanen, unzählige spektakuläre Wasserfälle, Gletscher, die bis an die Küste heran reichen und einer Landschaft, die in 1000 Farben getaucht ist. Für einen Roadtrip eignet sich diese Insel ideal und damit du das Beste aus deinem Urlaub herausholen kannst, findest du in diesem Artikel meine Island Tipps.

Die Insel kann man auf viele Weisen bereisen. Man kann einen Stopover auf dem Weg nach Amerika einlegen und ggf. einige Tage dranhängen. Eine besonders beliebte Methode bei Amerikanern und Asiaten, die in kurzer Zeit viel sehen wollen. Diese Besucher buchen dann meist eine geführte Tour zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Islands. Ganz vorn mit dabei der Golden Circle, die Blaue Lagune und der Diamond Beach.

Individuell und besonders wird deine Reise nach Island mit einer selbst geplanten Route mit Mietwagen oder Camper. Du bist in deiner Entdeckungsfreudigkeit nicht gebremst und kannst dir an den einzelnen Stopps so viel Zeit lassen wie du magst. Ganz im Gegensatz zu den besuchten Touren. Dafür habe ich dir meine Island Tipps zusammengestellt.

 

 

Reisezeit & Reisedauer

Island ist als Ganzjahresreiseziel bei allen Touristen beliebt. Im Sommer wenn der Schnee in den niedrigen Lagen geschmolzen ist und das Farbspektakel der Landschaft perfekt zur Geltung kommt. Oder im Winter wenn Eisschichten einen beeindruckenden Glanz an die abertausenden Wasserfälle zaubern. Das Klima ist ganzjährig mild. Während im Sommer die Temperaturen im unteren zweistelligen Bereich bleiben, fallen die Tagestemperaturen im Winter selten unter -5°C. Die Reisezeit ist was die klimatischen Bedingungen angeht also Geschmackssache.

Auch auf Island gelten die Sommermonate als Hauptreisezeit. Die Unterkünfte sind entsprechend teurer und schnell ausgebucht. Menschenmassen drängen sich – vor allem am Golden Circle – an den Sehenswürdigkeiten und Naturschauspielen. Wogegen der Winter atemberaubende, mit Schnee bedeckte, Landschaften bietet. Und mit viel Glück Polarlichtsichtungen.

Meine Island Tipps: Wenn du, so wie wir, unbedingt Polarlichter sehen willst, ist die Reisezeit im Oktober & November zu empfehlen. Die Tagestemperaturen liegen oberhalb des Gefrierpunktes bis knapp 10°C. In manchen Regionen liegt bereits Schnee und die Möglichkeit von Polarlichtsichtungen ist in diesen beiden Monaten am höchsten. Für Hobbyfotografen nicht uninteressant sind die Goldenen Stunden, die bis zu insgesamt vier Stunden in dieser Jahreszeit dauern kann.

Als Individualreisender sollst du mindestens 7 Tage auf dieser Insel einplanen. Wenn möglich sogar länger, je nach dem was du dir vorgenommen hast zu besuchen. Für unseren Roadtrip hatten wir 10 Tage eingeplant, uns aber nur auf den Südwesten der Insel konzentriert. Wir hatten genug Zeit uns Orte in Ruhe anzusehen und den Menschenmassen ein wenig auszuweichen. Unsere Highlights habe ich in diesem Artikel festgehalten.

Island Tipps: Etwa in der Mitte unserer Rundreise haben wir den Golden Circle besucht und waren von den Menschenmassen – selbst im Winter – geschockt. Wir kamen mit einer Deutschen am Großen Geysir ins Gespräch. Sie erzählte uns von ihrer viertägigen geführten Tour und dass sie am Geysir nur 20 Minuten Zeit für den Besuch hatten. Als sie dagegen von unserer individuell geplanten Mietwagenreise hörte, war sie schon sehr enttäuscht von ihrer Pauschalreise. Vielleicht fliegt sie ja noch mal nach Island.

 

 

Visum & Einreise

Für die Einreise nach Island benötigst du kein spezielles Visum, da Island Teil des Schengen Abkommens ist. Es genügt also der Reisepass oder der Personalausweis. Du kannst dich für bis zu 90 Tage Visum frei auf der Insel aufhalten.

Für die Anmietung eines Wagens oder Campers benötigst du lediglich einen gültigen deutschen Führerschein. Ein internationaler ist nicht zwingend vorgeschrieben.

 

Flug nach Island

Island ist eine etwas mehr als 100.000 km2 große Insel und hat neben dem internationalen Flughafen Keflavik, noch drei andere Inlandsflughäfen. Aus Deutschland kommend kann man Island in 5 bis 6 Stunden erreichen. Direktflüge gibt es nur sehr wenige, die meisten Flüge haben mindestens einen Zwischenstopp in den nordeuropäischen Ländern.

Island Tipps: Für den Flug nach Keflavik solltest du dir einen Sitz auf der rechten Seite des Fliegers suchen. Island wird meist von Südosten angesteuert, da sich der internationale Flughafen im Südwesten befindet. Auf der rechten Seite des Flugzeuges hast du also perfekte Sicht auf die Vulkaninsel unter dir. Und: in der Nebensaison sind die Flugzeuge oft nicht voll besetzt. Frag die Crew ob du dich in eine freie Reihe setzen kannst – meist haben sie nichts dagegen und du kannst den Ausblick genießen.

 

 

Flughafentransfer

Von dem Flughafen Keflavik kann man die Hauptstadt Reykjavik bequem mit einem Überlandbus in etwa 50 Minuten erreichen. Auch die Blaue Lagune lässt sich mit einer Fahrt im Reisebus besuchen. Alle anderen Ziele sind mit geführten Touren, einem eigenen Mietwagen oder Taxi erreichbar.

 

Mietwagen

Bei der Buchung ist meine Wahl auf den Online-Anbieter billiger-mietwagen.de (*) gefallen. Die Vermietung vor Ort klappte erneut super gut. Man sollte allerdings bedenken, dass die großen Vermieter wie Hertz, Sixt & Co. als einzige ihre Vermietungsstationen direkt am Keflavik-Flughafen haben. Alle anderen befinden sich in Reykjanesbaer. Kostenlose Shuttle bringen einen zum jeweils gebuchten Anbieter.

Was das Mietwagenmodel angeht, musst vor deiner Reise entscheiden ob du vor hast F-Roads zu fahren oder nicht. Für F-Roads sind laut isländischem Verkehrsrecht nur Wagen mit Allradantrieb zulässig, da du neben unbefestigten Straßen auch mit Flussdurchquerungen rechnen musst. Dabei ist es egal ob du im Sommer oder Winter die Insel besuchst.

Für die Entdeckung des Südwestens benötigst du keinen Allradantrieb und auch 4×4 ist nur dann nötig, wenn du die Hauptverkehrsstraßen (wie z.B. Utnesvegur auf der Snaefellsness Halbinsel) verlässt. Wir hatten uns für einen SUV mit 4×4 entschieden und konnten so auch die Schotterpisten zum Önverdarnes Leuchtturm befahren. Wer das nicht möchte und bspw. nur den Strand von Skardsvik besuchen möchte, benötigt kein 4×4 auch im Herbst nicht. Guck dir trotzdem vorher die Wetterberichte an!

Solltest du dich im Winter entscheiden nach Island zu kommen, sind Winterreifen Pflicht. Je nach Wetterbedingungen (und die könne sich tatsächlich schlagartig ändern) musst du eventuell auch Schneeketten dabeihaben.

Beliebt war bei unserer Mietwagenanmietung vor Ort, der Verkauf von einer sogenannten Vulkanversicherung. Uns wurde mit Bildern versucht ein schlechtes Gewissen einzureden, damit wir die 400€ teure Versicherung unbedingt abschließen. Angeblich ist die Versicherung dafür da, dass bei einem spontanen und unvorhergesehenem Vulkanausbruch das Auto geschützt ist. Die Vulkanasche soll wohl nicht nur den Lack schädigen, sondern regelmäßig zu Totalschäden an den Wagen führen. Wir haben uns dagegen entschieden. Bei der Rückgabe des Wagens wurde ein anderes Pärchen aber so sehr dazu gedrängt, diese Versicherung abzuschließen, dass die Frau in Tränen ausbrach! Seit also vorsichtig.

Unser Wagen hatte von Anfang an Dellen im Dach, diese waren auf der Anmietung nicht vermerkt. Deshalb ging ich zu einem Mitarbeiter der Anmietung und der versicherte mir, dass die Anmietung genau von dem Schaden Bescheid weiß. Bei der Rückgabe kam dann der Hammer, dass uns der Schaden zugeschoben wurde. Wir mussten für die Zahlung in Vorkasse gehen. Durch die Versicherung von billiger-mietwagen.de (*) bekam ich mein Geld sehr zügig zurück. Prüft den Wagen genau auf Vorschäden und fahrt nicht los, bis ihr alles schriftlich habt! Das erspart euch im Nachhinein eine Menge Ärger.

Die mit (*) markierte Links, sind Affiliate Links zu der Homepage von billiger-mietwagen.de. Wenn du deinen Mietwagen über diesen Link buchst, bekomme ich eine Provision von dem Anbieter. Für dich entstehen keine weiteren Kosten.

 

 

Island Tipps vor Ort

Im Sommer strömen die Touristen förmlich nach Island. Nicht nur Europäer, sondern vor allem Asiaten und US-Amerikaner. Um den Menschenmassen zu entgehen würde ich für meine Reise die Nebensaison wählen, vor allem Oktober / November. Schon allein um noch einmal in den Genuss von Polarlichtern zu kommen.

Zu jeder Zeit solltest du festes Schuhwerk anhaben. Die Geröllstraßen bestehen aus spitzem Vulkangestein und sind sehr unangenehm, wenn man mit einer dünnen Sohle drauf läuft. Außerdem sind die Wege bei den Hauptattraktionen zwar meist gepflastert, aber auch rutschig durch das viele Wasser. Einige Wege wie z.B. zum Sheep’s Waterfall sind schlammig. Mit festem Schuhwerk bist du aber bestens ausgerüstet.

Bring dir unbedingt eine wieder auffüllbare Flasche mit. Es gibt Trinkwasser in Flaschen im Supermarkt zu kaufen, aber das Wasser aus den Wasserhähnen hat Trinkwasserqualität und kann bedenkenlos verkonsumiert werden. Es wäre Geldverschwendung, wenn du dir abgefülltes kaufst.

Das Gerücht, Island sei teuer hält sich hartnäckig. Und das mag für die importierten Lebensmittel auch stimmen. Einheimische Produkte sind preislich auf dem gleichen Niveau wie in Deutschland. Wir haben uns unser Frühstück in unseren Apartments immer selbst gemacht und haben für 10 Tage dreimal eingekauft. Insgesamt haben wir für Lebensmittel (inkl. Mittagshotdog für drei Personen) nicht mehr als 100€ ausgegeben.

Benzin ist sogar preiswerter als daheim. Tankstellen sind gut über den Südwesten verteilt, so dass man nie Gefahr läuft ohne Sprit dazustehen. Die Tankstellen sind komplett autark und werden ohne zusätzliche Tankwarts betrieben. Man wählt vorher die Menge des zu tankenden Sprits und zahlt mit Kreditkarte.

Essen gehen kostet genauso viel wie zu Hause. Die Isländer lieben Pizza und Burger. Das bekommt man in jedem Restaurant. Dazu findet man beliebte einheimische Gerichte auf der Speisekarte. Wir sind während unseres Urlaubs jeden Abend essen gegangen und haben für drei Personen inkl. Getränke zwischen 60 und 80€ gezahlt. Fischgerichte sind meist teurer aber dafür umso leckerer. Alkoholpreise halten sich in den Restaurants auch die Waage. Wobei lokales Bier preiswerter ist als importiertes, aber nicht weniger schmackhaft.

Lediglich die Unterkünfte sind etwas teurer, allerdings auch entsprechend begehrt. Man sollte seine Beherbergung rechtzeitig im Voraus buchen, mindestens vier Monate vorher. Viele Unterkünfte gerade in ländlichen Gegenden haben eine Uhrzeit für das Ende des Check-ins. Die sollte man im Auge behalten, sonst steht man abends ohne Bett da. Denn gerade in diesen Gegenden sind Hütten nur Nebeneinkünfte zu dem landwirtschaftlichen Betrieb.

 

Meine persönlichen Highlights von unserem Roadtrip durch Islands Südwesten findest du im Artikel 10 Tage Rundreise Island – Highlights im Südwesten.

Benötigst du Hilfe beim Planen, dann lege ich dir meine kostenlose Tabelle für Reiseplanung ans Herz. Damit plant sich jeder Urlaub von allein.

 

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Susann

 

Die mit (*) markierte Links, sind Affiliate Links zu der Homepage von billiger-mietwagen.de. Wenn du deinen Mietwagen über diesen Link buchst, bekomme ich eine Provision von dem Anbieter. Für dich entstehen keine weiteren Kosten.

 


 

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