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3-tägiger USA-Roadtrip über die Outer Banks, North Carolina

27. Mai 2021
Outer Banks, North Carolina

Die Inselkette der Outer Banks erstreckt sich über 160 km entlang der Küste von North Carolina. Der Flair dieser Inseln zeigt sich besonders in dem Zusammenspiel zwischen Marschland, Sandstrände und den verschlafenen kleinen Orten. Dies machen die Outer Banks damit zu einem der beliebtesten Urlaubsziele der US-Amerikaner.

Aber auch für Touristen auf einem USA-Roadtrip eignen sich die OBX, wie sie auch genannt werden, sehr. Denn nicht nur das Areal wo die Gebrüder Wright ihre ersten Flugversuche unternommen haben auch die weitläufigen Strände locken viele Besucher. Lange Strecken auf den Inseln bestehen aus Sanddünnen zwischen denen nur eine Straße verläuft. Pures Roadtrip-Feeling!

Die beiden Hauptzugänge zu den Outer Banks, North Carolina führen über den Highway 64 via Roanoke und dem Highway 158, der nördlich von Kitty Hawk auf das Festland führt. Aber man kann die Barriereinseln auch mit Fähren von Cedar Island aus erreichen.

New Bern

Auf unserem USA-Roadtrip von Key West nach New York City entschieden wir uns für eben diese Fährverbindung von Cedar Island nach Ocracoke. Dazu mussten wir 7:30 Uhr morgens am Fährterminal sein. Unsere Übernachtung wählten wir deshalb südlich von New Bern und erkundeten die Geburtsstadt von Pepsi Cola.

Outer Banks, North Carolina

Viele Bewohner aus der Umgebung von Cedar Island nutzen die Fähre als Verkehrsmittel um Ocracoke Island zu erreichen. Man sollte die Fahrkarte deshalb einige Tage im Voraus online reservieren. Die Fahrt selbst dauert etwa 1,5 Std. und bietet einen atemberaubenden Blick auf den Pamlico Sound, das Festland und die südlichen Inseln der OBX.

Ocracoke Island

Sie ist die abgelegenste Insel der Outer Banks, North Carolina und kann nur per Boot erreicht werden. Der gleichnamige Ort am südlichen Ende des Eilands versetzt dich sofort in eine Welt voller Piraten- & Seemannsgeschichten. Man taucht ein in einen Ort aus einem Piratenfilm. Dessen Fischerdorfambiente eine surreale und doch entspannte Urlaubsatmophäre schafft. Eine Handvoll Restaurants und Läden mit Angel- und Strandbedarf bieten alles was man für einen Urlaub auf den Strandinseln benötigt.

Der meist fotografierteste Ort auf Ocracoke Island ist ohne Frage der Leuchtturm der Insel. Es ist der älteste noch in Betrieb befindliche Leuchtturm von North Carolina und im Gegensatz zu den anderen Leuchttürmen auf den OBX in schlichtem Weiß gestrichen.

Hatteras Island – USA-Roadtrip

Die Insel Hatteras ist eine der größten Barriereinseln der USA. Sie ist das Zuhause des längsten Strandes der Inseln, der ersten Ansiedlung von Engländern (Roanoke County) und eines der schönsten Leuchttürme der Welt. Erreichen kann man sie über den Festlandzugang via Roanoke Island oder mit Hilfe eines Schiffs von Ocracoke Island aus. Wir hatten uns bei unserem Roadtrip für die Fähre entschieden und machten dabei einen großen Bogen um den berüchtigten Friedhof der Schiffe, der sich exakt zwischen beiden Inseln befindet. Die Fahrt nach Hatteras dauert mit dem Schiff etwa 40 min.

Bodie Island – die nördlichen Outer Banks, North Carolina

Eine Brücke verbindet Hatteras Island mit Bodie Island, der nördlichsten Barriereinsel der OBX. Berühmt ist sie für die größte Sanddüne im Osten der USA, den ersten Flugversuchen der Gebrüder Wright und ihren schwarz-weiß gestreiften Leuchtturm.

Wirght Brothers National Memorial

In der Nähe der Stadt Kill Devil Hills befindet sich das etwa 170 ha großes Areal auf dem die Gebrüder Wright am 17.12.1903 den ersten bemannten Motorflug erfolgreich durchführten. Dazu nutzten sie die Sanddüne Kill Devil Hill, die zu den damaligen Zeiten etwa 45 m hoch war. Dabei fanden sie für die Flugversuche auf den Banks die idealen Testbedingungen, denn es gab Sand und genügend Wind.

Auf unserem USA-Roadtrip verbrachten wir 2 Tage in Nags Head und ließen uns auch das Gelände des Denkmals der beiden Brüder nicht entgehen. Das Gebiet selbst ist sehr weitläufig und bietet nur wenig Schatten. Allerdings kann man auf den historischen Spuren wandeln und sich die Felsbrocken ansehen, die die vier Flüge im Dezember 1903 markieren. Dazu zeigen die  Schautafeln jedes einzelnen, die jeweilige Reichweite der vier Flüge sowie den Namen des Piloten. Gleich daneben befinden sich die Hangars, in denen die Brüder gearbeitet und gelebt hatten. Es gibt von diesem Ort aus, jede Stunde eine kurze Führung und Erläuterung über das Leben und Arbeiten der beiden auf diesem Gelände. Diese ist sehr informativ, kostenlos und nur in englischer Sprache.

Der Gedenkturm, der für die Gebrüder Wright hier gebaut wurde, ist 18 m hoch und kann besichtigt werden. Er thront direkt auf der Sanddüne, dem Kill Devil Hill, von dem aus die Flugversuche starteten. Seine Spitze markiert die Höhe der Sanddüne wie Orville & Wilbur sie im Jahre 1900 hier vorgefunden haben.

Am Ende unseres 3-tägigen Roadtrips über die Outer Banks, North Carolina verließen wir die Inselkette über den Highway 158 in Richtung Washington D.C. Sie waren die zweite Inselgruppe, die wir auf unserem Roadtrip entlang der Ostküste der USA, neben den Florida Keys, besucht haben. Mit ihrem jeweils eigenen Charm und Flair hatten sie uns in ihren Bann gezogen. Die eine mit ihrer spanischen Leichtigkeit und karibischem Lebensgefühl. Die andere mit entspannten Fischerdorfgefühl und lebendige Geschichte.

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Viel Spaß auf deiner nächsten Reise,

Susann


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