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Snæfellsnes Peninsula – Island Roadtrip

13. Mai 2021
Snæfellsnes Peninsula

Island – die Insel aus Feuer und Eis begeistert seit Jahren Touristen aus aller Welt mit ihren spektakulären Naturschauspielen und Landschaften. Viele planen diese Insel einmal zu besuchen und möchten natürlich am liebsten alles auf einmal sehen. Ein typischer Island Roadtrip führt die meisten Besucher über die Ringstraße, durch den Golden Circle und in die Hauptstadt Reykjavík. Aber wusstest du, dass du Island auf der Snæfellsnes Peninsula im Miniformat erleben kannst? Von Gletschern, abwechslungsreichen Landschaften, schwarzen Sandstränden, unzähligen Wasserfällen bis hin zu mystischen Schluchten findest du alles auch hier in komprimierter Form.

Island Roadtrip

Snæfellsnes Island

 

Unseren Island Roadtrip teilten wir in 2 Abschnitte. Einer davon führte uns für 3 Übernachtungen auf die Snæfellsnes Peninsula. Wir hatten uns zu vor über billigermietwagen.de (*) Mietwagen mit 4×4 gebucht, der uns bei Eis, Wind und Regen über die unterschiedlichen Straßenbeläge sicher von einem Ort zum nächsten brachte.

Unsere Unterkunft bezogen wir in der Nähe von Kolbeinsstadhir und entdeckten die Halbinsel in drei Tagesausflügen. Bei einer Halbinsel lässt es sich nicht verhindern, dass man einige Orte mehrmals sieht. Da wir sehr wechselhaftes Wetter hatten und die Lichtverhältnisse jeden Tag anders sind, boten sich täglich neue Eindrücke von bereits bekannten Landschaften.

Je nachdem für welchen Mietwagen du dich entscheidest, stehen wir verschiedene Wege über Snæfellsnes zur Verfügung. Mit einer normalen Limousine solltest du nur asphaltierte Straßen befahren. Für die isländischen Schotterpisten eignet sich ein 4×4. Bei den F-Roads handelt es sich um weniger gut befestigte Straßen, bei denen du immer mit Fußdurchquerungen oder Schnee und Eis rechnen musst. Diese darfst du nur mit einem Wagen mit Allrad befahren. In der Karte markiere ich dir deshalb nur die Orte, die wir besucht haben und besondere Fotomotive. Wähle deinen Weg wie du diese erreichst.

 

 

Die mit (*) markierte Links, sind Affiliate Links zu der Homepage von billiger-mietwagen.de. Wenn du deinen Mietwagen über diesen Link buchst, bekomme ich eine Provision von dem Anbieter. Für dich entstehen keine weiteren Kosten.

 

Der Osten der Snæfellsnes Peninsula

Die gesamte Halbinsel ist landschaftlich geprägt durch die drei aktive Vulkane Snæfellsjökull, Lýsuskarð & Ljósufjöll. Besonders der Osten zeichnet sich durch bizarres Terrain aus, von denen Berserkjahraun und Gerduberg die Beeindruckensten darstellen.

Gerðuberg ist eine Klippe aus Basaltstein, deren einzelne Elemente bis zu 14 m hoch sind. Die Formation entstand durch Meerwasser langsam abgekühlte Lava und ist vergleichbar mit dem Giant’s Causeway in Nordirland. Das Gebiet ist über eine Schotterpiste zugänglich und kann erwandert werden.

 

 

Folgt man der 56 ten Straße gen Norden durchquert man die Ausläufer des verzweigten Vulkansystem des Ljósufjöll und gelangt zum Lavafeld Berserkjahraun. Die skurril anmutende Kraterlandschaft ist bedeckt von Moosen in den verschiedensten Grüntönen. Im Zusammenspiel mit den rotbraunen Tönen der Berge im Hintergrund und den Sonneneinfällen ergeben sich fantastische Fotomotive, die nie gleich sind.

Zu dem Lavafeld um Berserkjahraun gehören auch zwei Seen mit unterirdischen Zu- und Abflüssen. Von denen der Selvallavatn einen versteckten Wasserfall, den Sheep’s Waterfall, beherbergt. Bereits der Ausblick von der Parkplatzebene ist spektakulär. Ein kurzer Fußweg führt einen zu dem eben genannten Wasserfall, den wir allerdings verpasst haben.

 

 

Weiter gen Norden führte uns die Fahrt auf isländischen Straßen bis nach Stykkishólmur. Dort befindet sich der Leuchtturm Súgandiseyjarviti hoch oben auf der namensgebenden Insel. Von dort aus hat man einen weitläufigen Blick über den Hafen von Stykkishólmur und über die Insellandschaft von Dagverðarnes.

 

 

der mittlere Teil der Halbinsel auf unserem Island Roadtrip

 

Die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit des mittleren Teils auf Snæfellsnes Island ist der Berg Kirkjufell. Es gibt unzählige Bilder von dieser Erhebung gepaart mit dem kleinem Wasserfall Kirkjufellsfoss. Tatsächlich ist der Berg erst erkennbar als die Persönlichkeit, die er ist, wenn man sich der Formation auf etwa 1 km angenähert hat. Dann erkennt man seine charakteristische Glockenform und von Weitem den gut gefüllten Parkplatz.

 

 

Folgt man der asphaltierten Straße weiter Richtung Ólafsvík, passiert man eine Landzunge, deren Strand zum Verweilen einlädt. Um kurz die Batterien aufzutanken und die Füße zu vertreten absolut ideal. Parken kann man auf dem wilden Parkplatz auf der gegenüberliegenden Seite der Straße.

 

Snaefellsnes Peninsula

Für uns ging es nach einem kleinen Abstecher nach Ólafsvík Richtung Süden über die 54 nach Richtung Búðir und seiner Berühmten Kirche. Landschaftlich ist die Strecke zwischen den Bergen atemberaubend. Es geht vorbei an kleinen versteckten Seen. Und das Landschaftsbild wechselt minütlich zwischen moosbedeckten Lavasteinen und schneebedeckten Gipfeln. Mit Glück erwischt du einen Tag mit guter Sicht und kannst die Spitze vom Snæfellsjökull sehen.

 

 

Am Ende der reizvollen Fahrt durch die Berglandschaft von Snæfellsnes Peninsula befindet sich die berühmte schwarze Kirche von Budir. Einsam gelegen am Ende einer – durchaus als Rennstrecke tauglichen – asphaltierten Straße befindet sich dieses Gotteshaus. Lange wird diese Sehenswürdigkeit aber nicht mehr allein dort stehen, denn ein Hotel wird ganz in der Nähe gebaut. Bei unserem Aufenthalt im Oktober teilten wir diese Sehenswürdigkeit mit 4 weiteren Touristen, die nach einigen Fotos den Ort wieder verließen. Die Kirche selbst ist von jedem Blickwinkel aus interessant anzusehen. Egal ob mit den Bergen im Hintergrund oder mit dem umgebenden Dünengras eingerahmt. Auch der Strand in kurzer Laufentfernung verdient einen kurzen Abstecher.

 

 

der Süden des Nationalparks – Snæfellsnes Island

 

Die Straße Útnesvegur führt einmal um den gesamten Nationalpark des Snæfellsjökull herum und gibt umwerfende Blicke sowohl auf den Vulkan als auch auf die schroffe Küste frei. Besonders spektakulär sind in diesem Teil Islands die zerklüfteten Felsen mit herrlichen Aussichtspunkten und die versteckten Strände.

Einen ersten Vorgeschmack dafür findet man in Arnarstapi. Dieser beschauliche Ort ist Heimat einer Sage um den guten Geist des Berges Snæfell, dargestellt als eine aus Steinen erschaffene Statue. In näherer Umgebung befinden sich von der Natur geschaffene Kunstwerke, die sich bei einem Spaziergang an der Küste entlang, finden lassen.

Solltest du Zeit mitgebracht haben, empfehle ich dir den Wanderweg entlang der Küste von Arnarstapi bis nach Hellnar. Man benötigt zu Fuß etwa 45 min für eine Strecke, sie soll aber wunderschön sein. Wir hatten leider einen Regenzeitpunkt erwischt, weswegen wir auf die Wanderung verzichten mussten.

 

 

Der nächste Stopp auf unserem Island Roadtrip war der Strand von Djúpalónssandur. Der Weg dorthin führt durch ein Gebiet von zerklüfteten Felsen. Schon allein der Weg zum Strand ist ein Abenteuer für sich, aber sobald man den schwarzen Sand erreicht, erkennt man verrostete Wrackteile eines Schiffes, dass 1948 durch die Naturgewalten rund um Islands Küste zerstört wurde.

 

 

von Leuchttürmen und einsamen Stränden – Snæfellsnes Peninsula

 

Im äußersten Nordwesten der Spitze befinden sich zwei Leuchttürme – Svörtuloftviti & Öndverðarnesviti – die über Schotterpisten zu erreichen sind. Um diese unebenen, mit Schlaglöchern versehenen, Pisten zu passieren, benötigst du ein 4×4- oder Allrad-Fahrzeug. Gut durchgeschüttelt kannst du die Aussicht über die Klippen und die Ruhe genießen.

 

 

Auf dem Weg zu den beiden Leuchttürmen passierst du einen Parkplatz, der als Campingplatz genutzt werden kann. Für eine Erholung und ein kurzes Füße vertreten ist allerdings der Skarðsvík Strand direkt daneben interessant. Er ist einer der wenigen weißen Sandstrände Islands.

 

 

Auch auf Snæfellsnes Island sind Wasserfälle wie auf dem Rest der Insel sehr zahlreich. Auf die Meisten stößt man eher zufällig, so wie wir in Ólafsvík. Unser eigentliches Ziel war die Kirche, die aussieht wie ein stilisierter Fisch. Dabei stießen wir allerdings auf einen Wanderweg auf eine Anhöhe über der Stadt. Den Wasserfall Bæjarfoss, der am Ende einer Sackgasse liegt, erkennt man dabei bereits von Weitem.

 

 

 

Wer bei seinem Besuch auf Snæfellsnes Peninsula noch Zeit übrig hat, dem sei der Ort Hellissandur empfohlen. Zum einen kann man in diesem Ort gut einen Mittags-Hot-Dog zu sich nehmen, zum anderen ist die Kleinstadt für ihre Wandmalereien bekannt.

 

Snaefellsnes Island

 

 

beim nächsten Besuch von Snæfellsnes Island

 

Beim Nachbearbeiten der Route und der Sehenswürdigkeiten sind mir noch viele interessante Orte aufgefallen, die wir – warum auch immer – bei unserem ersten Besuch übersehen haben. Dazu gehören neben Hólahólar & Saxhólar – zwei Krater, die man besuchen kann. Auch Ingjaldshóll und die beiden nah beieinander befindlichen Wasserfälle Svöðufoss & Kerlingarfoss.

Aber auch die Felsformationen von Lóndrangar würde ich diesmal anfahren. Wir hatten sie bei unserem Besuch ignoriert, weil der Parkplatz überfüllt war. Der Blick von Malarrifsviti aus ist allerdings nicht so schön wie die weit verbreiteten Bilder der Felsen.

Wie bereits oben erwähnt ist auch der Wanderweg von Arnarstapi nach Hellnar wunderschön und definitiv auch ein Punkt auf meiner To Do Liste für einen zweiten Besuch auf Snæfellsnes Island. Und auch das Lavagebiet von Berserkjahraun verdient das nächste Mal mehr Aufmerksamkeit.

 

 

 

Die mit (*) markierte Links, sind Affiliate Links zu der Homepage von billiger-mietwagen.de. Wenn du deinen Mietwagen über diesen Link buchst, bekomme ich eine Provision von dem Anbieter. Für dich entstehen keine weiteren Kosten.

 

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Bis bald,

Susann

 


 

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