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Städtereise nach Marrakesch – Highlights und Tipps

22. Januar 2021
Städtereise nach Marrakesch

Marrakesch ist nicht nur der Inbegriff für 1001 Nacht, sondern auch eine Stadt der 1001 Eindrücke. Farben, Gerüche, maurische Muster, enge Gassen und viele Menschen sind nur ein Bruchteil von dem, was man bei einer Städtereise nach Marrakesch erleben kann. Wer einen Besuch in dieser etwa fünf Flugstunden entfernten Stadt plant, der sollte nicht weniger als vier Tage für eine in dieser Metropole im Westen Marokkos einplanen. In dieser Zeit bekommt man einen guten Überblick über die Stadt. Wichtiger ist aber noch, dass man sich erst nach 2 Tagen an die Mentalität vor Ort gewöhnt hat. So dass man sich voll und ganz auf Land und Leute einlassen kann.

Städtereise nach Marrakesch – unsere Highlights

Während unseres Besuchs hielten wir uns nur in der Medina – der Altstadt Marrakeschs – auf. Umgeben von einer hohen Stadtmauer befinden sich hier die Souks, die das lebendige Marrakesch am authentischsten wiederspiegelt, sowie die Koutoubia Moschee, der Bahia- und der el-Badi-Palast ebenso wie die Saadirgräber. Die Neustadt dagegen beherbergt die Einkaufszentren und das Nachtleben von Marrakesch. Eine völlig andere Welt, die eher dem europäischen Lebensstil angepasst ist.

Für unsere Übernachtungen hatten wir uns ein traditionelles Riad mit allen Annehmlichkeiten und einen fantastischen Blick über die Stadt ausgesucht. Gebucht hatten wir unsere Städtereise nach Marrakesch für Mitte Januar – ein Zeitraum, in dem man eine Jacke und einen dünnen Schal gut gebrauchen konnte. Vor allem gegen Abend fielen die Temperaturen beträchtlich und pendelten sich bei 5°C ein. Aber die Reisezeit hatte auch etwas Gutes, denn die Region war zu diesem Zeitpunkt nicht mit Touristen überfüllt und man konnte das Flair der Stadt ohne Einschränkungen genießen.

Die Medina

Die Altstadt von Marrakesch ist bei einer Städtereise ein absolutes Muss und so stürzten auch wir uns in die Straßen und Gassen der Medina. Die oftmals engen Wege zwischen den Häusern teilt man sich mit den wenigen Touristen, vielen Einheimischen und Motorrollern, die hupend ihre Vorfahrt fordern. Man flaniert vorbei an kleinen Läden, die Essen oder handwerkliche Erzeugnisse präsentieren bis sich vor einem ein riesiger Platz öffnet. Der Djemaa el-Fna ist der zentrale Ort in der Medina Marrakeschs – alle Wege führen direkt auf diesen Platz. Selbst wenn man sich verlaufen hat, ist dieser Platz in den Souks fast immer ausgeschildert und man kommt dort wieder an. Das Treiben auf dem Platz kann man am besten von einem Café mit Terrasse direkt am Djemma el-Fna oder von einem der Dachterrassen aus beobachten. Ein guter Einstieg um sich auf das Treiben während der Städtereise nach Marrakesch einzustimmen. Von der ungeklärten Geschichte des Platzes als Ort von Hinrichtungen zu Zeiten der Sultan-Herrschaften sollte man sich nicht abschrecken lassen, während man gemütlich einen gesüßten Pfefferminztee zu sich nimmt.

 

Nur einen kurzen Spaziergang vom Djemaa el-Fna entfernt befindet sich die Koutoubia-Moschee mit ihren tollen angrenzenden Gärten. Wie jede Moschee ist auch diese für Nicht-Muslime unzugänglich. Ein Umstand, den man bei der Planung einer Städtereise nach Marrakesch beachten sollte. Ein Besuch des umliegenden Geländes lohnt sich aber alle mal. Wer genug hat vom wusseligen Treiben, kann dort gut entspannen oder lässt sich einfach durch die Straßen innerhalb der Medina treiben.

Die Souks

Die Souks in Marrakesch erstrecken sich zwischen dem Platz Djemaa el-Fna im Süden und der Ben Youssef Moschee im Norden. Die engen Gassen in diesem Bereich bilden ein teilweise unübersichtliches Labyrinth und führen von den unterschiedlich spezialisierten Handwerksvierteln in ein anderes. Silberschmiede und Metallverarbeitung wechseln sich mit Lederwarenverkäufer ab. Die Musikinstrumentenhersteller mit der Keramikherstellung. Dazu mischen sich Gerüche von Gewürzen, einheimischen Imbissen und die Geräuschkulisse der handelnden Verkäufer. Es wird gebrüllt, angeboten und gedrängelt. Eine Erfahrung, die man auf einer Städtereise durch Marrakesch nicht so schnell vergisst.

 

Marrakesch von oben

Zu einer Städtereise nach Marrakesch gehört zweifelsohne auch die Verkostung der marokkanischen Küche. Ob kleine Köstlichkeiten oder ein vollwertiges drei Gänge Menü. Ob mit oder ohne Fleisch. Für jeden bietet die einheimische Küche Gaumenfreuden. Am besten genießt man das leckere Essen mit einem fantastischen Blick über die Stadt. Jedes Hotel hat ein Rooftop Bar oder die Restaurants und Cafés sind direkt mehrgeschoßig gebaut. Wann immer es geht sollte man eine kleine Pause über den Dächern Marrakeschs einlegen.

 

Die Saadiergräber

In den angrenzenden Gärten der Kasbah-Moschee befinden sich über 160 Herrscher- und Familiengräber der Saadier-Dynastie, sowie zusätzlich zwei Mausoleen. Die prachtvoll im maurischen Stil erbauten und verkleideten Mausoleen können nach ihrer Wiederentdeckung 1917 heutzutage besichtigt werden. Im Januar hatten wir das Glück Marrakesch während unserer Städtereise fast für uns allein zu haben. Im Hochsommer allerdings bilden sich zum Teil sehr lange Schlangen bei der Besichtigung des großen Mausoleums. Da der Innenhof fast keine schattigen Plätze bietet, sollte man sich für eine Besichtigung am frühen Morgen entscheiden.

 

Ausflug in die Wüste

Der krönende Abschluss unserer Städtereise nach Marrakesch war zweifelsohne die Quadtour in der Steinwüste. Nach einer kurzen Einweisung heizten wir durch die Wüste außerhalb Marrakeschs.

 

Das Eintauchen in die Kultur der muslimischen Länder gepaart mit der Lebensweise und dem zum Teil aggressiven Verkaufen von Waren hat uns stark beeindruckt und bleibende Erinnerungen geschaffen an dir wir immer gern zurück denken werden. Wir hatten für unsere Städtereise eine gute Jahreszeit ausgewählt, in der wir die Möglichkeit hatten das ursprüngliche, nicht mit Touristen gefüllte Marrakesch kennen zulernen. Trotzdem hatten wir im Januar angenehme Temperaturen, die die deutsche Winterhaut gern angenommen hatte.

 

Wichtige Tipps für deine Städtereise nach Marrakesch

  1. Man wird sofort als Tourist und damit potentieller Käufer erkannt! Da jeder Händler Geld verdienen will, wird man aggressiv bedrängt. Diese Aggressivität ist für die Kultur in Marrakesch aber völlig normal, nur wir Touristen sehen das als penetrant an. Abstand verschafft man sich mit einem „La la shukraan“ das „nein danke“ bedeutet.
  2. Als Tourist benötigt man etwa 2 Tage um sich an dieses Gewusel und die Aufdringlichkeit zu gewöhnen. Danach hat man eine gewisse Resistenz entwickelt und läuft entspannter durch die Innenstadt.
  3. Die Einheimischen haben immer das Gefühl, dass wir Touris uns verlaufen haben. Auch wenn das gar nicht der Fall ist. Sie versuchen dann uns auf den, in ihren Augen richtigen Weg, zurück zu bringen. Das tun sie aber nie aus Nettigkeit, sondern weil sie sehen, dass sie so Geld verdienen können. Für ihre Hilfsbereitschaft lassen sie sich am Ende bezahlen und wenn man das nicht weiß wird es sehr schnell laut und hitzig. Wir hatten uns auf unsere Städtereise nach Marrakesch nicht verlaufen, trotzdem verlangte einer, dass wir ihm folgen, damit er uns den richtigen Weg zeigen konnte. Wir lehnten ab, aber auf Grund der Hartnäckigkeit des Einheimischen sind wir irgendwann einfach abgebogen als er nicht hingesehen hatte.
  4. Auf Grund des aufdringlichen Auftretens der einheimischen Bevölkerung haben wir irgendwann Rucksack und Handtasche im Hotel gelassen. Weniger weil wir Angst hatten Opfer von Taschendieben zu werden als viel mehr weniger Angriffsfläche in den wirklich engen Gassen zu haben und irgendwo hängen zu bleiben.
  5. Habt immer genug Bargeld mit! Außer in den Hotels und Restaurants kann man nirgendwo mit Karte zahlen, vor allem wenn man Souvenirs aus den Souks mitbringen will ist es ratsam bei einem Besuch in Marrakesch Kleingeld in der Tasche zu haben.
  6. Weil wir gerade beim Shoppen sind: Es ist eine Beleidigung für den Händler, wenn du an seiner Ware interessiert bist und nicht um den Preis feilscht. In den Souks ist es übrigens auch verpönt von den tollen Waren ohne Erlaubnis Fotos zu machen!
  7. Auch verboten ist es den Königspalast el-Badi zu fotografieren. Die Militärs vor dem Haupteingang erinnern einen „nett“ mit hupen und drohen. 🙂

 

Bis zum nächsten Mal, Marrakesch!

 


 

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